Pressemitteilung 02/2008 - Das Proviant-Buch Nr. 1 * Jaan Kustos: Irgendwo, jemand

Berlin, 10. Februar 2008

Der Berliner Proviant-Buch Verlag präsentiert seine erste Publikation: Jaan Kustos Irgendwo, jemand. Mit diesem Text ist der Autor genauso unsicher und aufgeregt zum Postkasten gelaufen wie Maxim, Protagonist der Erzählung. Im Gegensatz zu dessen Manuskript wurde Irgendwo, jemand nicht vom Lektorat verschlampt und so liegt Kustos’ erste Erzählung als Proviant-Buch Nr. 1 vor! Mit dieser Neuerscheinung verbindet der Proviant-Buch Verlag den ermutigenden Aufruf an alle Autorinnen und Autoren, deren Debüt in Schubladen und auf Festplatten ein vom Licht der Öffentlichkeit unbeschienenes Dasein fristet: Reichen Sie ihre Manuskripte ein!
Die Geschichte – Irgendwo, jemand … Als er mit seiner Familie aus Kasachstan nach Deutschland übersiedelt, beginnt für den jungen Maxim eine schwierige Suche nach Identität und Anerkennung. In der westdeutschen Plattenbausiedlung „Feldberg“ findet er anstelle der ersehnten neuen Heimat eine Umgebung vor, in der allein kollektive Hoffnungslosigkeit die Menschen zu verbinden scheint. Sein Traum vom Leben als Schriftsteller muss in dieser betonierten Tristesse auf unfruchtbaren Boden fallen, und doch reift Maxim inmitten der alltäglichen Gewalt und Frustration zu der Stärke, seine Ziele zu verfolgen. Irgendwo, jemand zeichnet ein realitätsnahes Bild der Lebenswelt von (Spät-)Aussiedlern in Deutschland. Dennoch spricht Jaan Kustos in seiner Erzählung ein Thema an, dessen Relevanz keinesfalls auf die Probleme eines bestimmten Milieus beschränkt ist: Dieses bildet den Hintergrund für eine Geschichte, die von der Sehnsucht handelt, anzukommen, um wachsen zu können.

Der Autor – Jaan Kustos wurde in einer Zeit im Westen Deutschlands geboren, als sich die Förderräder noch drehten und die Kokereischornsteine noch rauchten. Er studierte Geisteswissenschaften an der Universität Bochum und arbeitete beim Rundfunk. Als er das Ruhrgebiet in Richtung Norddeutschland verließ, waren die Zechen in Gartenschauen umgewandelt, und auf den alten Kohlenhalden konnte man Golf spielen. Die Phase der Familiengründung finanziert er mit ehrlicher Schreibtischarbeit in Behörden und Lehrtätigkeiten an Hochschulen. Nebenbei schreibt er Artikel, Lexikonbeiträge und Kurzgeschichten.


Proviant-Buch – Der Name ist Programm. Ob privat oder beruflich unterwegs – diesen kleinen, abwechslungsreichen Weggefährten fehlt nicht nur nichts, was anspruchsvolle großformatige Bücher haben, sie passen auch garantiert in jede Hosentasche. Durch ihre schlichte und einheitliche Covergestaltung sind sie bereits von Weitem erkennbar. Sie garantieren abwechslungsreiche Lektüre, denn jede Neuerscheinung wird sich thematisch von der vorherigen Geschichte unterscheiden. Wer auf beste innere Werte eines Buches steht, ist mit dem Proviant-Buch gut bedient, stellt doch jede Publikation ein Debüt talentierter deutschsprachiger Schriftstellerinnen und Schriftsteller vor. Das Proviant-Buch – Ein kleines Buch von Format mit dem Zeug, sich in kürzester Zeit zu einer verlässlichen Quelle anspruchsvoller und unterhaltsamer Kurzprosa zu entwickeln. Stets griffbereit, wohin die kurze oder lange Reise auch gehen mag

Gute Aussichten! Sind Lesende viel zu oft unter Lawinen vermeintlicher Novitäten verschüttet, so ist für Schreibende der Weg zu den Verlagen in der Regel steinig und mit hohen Kosten verbunden. Der Proviant-Buch Verlag bietet die Möglichkeit kurze Prosatexte ohne Druckkostenzuschüsse zu veröffentlichen und lädt mit dem Proviant-Buch Nr.1 und seinen Nachfolgern zu einer Lesereise mit anspruchsvoller und unterhaltsamer Wegzehrung ein.

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